Out now: Es ist soweit! Der Sammelband „Confessio. Schuld bekennen in Kirche und Öffentlichkeit“ ist im Buchhandel erhältlich. Herausgebende sind Jutta Koslowski und ich. Dorothea Wojtczak sei erneut und immer wieder für ihre hochkompetente Mitarbeit gedankt! Der Sammelband ist bei der Evangelischen Verlagsanstalt, Leipzig, in der Reihe „Beihefte zur Ökumenischen Rundschau“ erschienen.

Schuldbekenntnisse scheinen sich einer gewissen Beliebtheit zu erfreuen. Doch wie steht es um deren Wirkung? Können auch Institutionen Schuld bekennen? Wer spricht für wen und wann wird ein Schuldbekenntnis als authentisch wahrgenommen? Wie verhält es sich, wenn die Schuldigen oder die Opfer längst verstorben sind? Kann man stellvertretend Schuld bekennen?

Während der Sammelband »Contritio« (BÖR 114) Überlegungen zu Schuld, Scham und Reue reflektiert, geht es in »Confessio« um den Vorgang des Bekennens: Dieser wird sowohl hinsichtlich seiner grundsätzlichen Bedingungen und Möglichkeiten thematisiert als auch anhand von konkreten Beispielen diskutiert – etwa den kirchlichen Schuldbekenntnissen nach der Shoah, dem Umgang mit Schuld nach dem Ende der Apartheid-Politik in Südafrika oder dem Versöhnungsprozess nach dem Genozid in Ruanda. Der Komplexität des Themas entspricht ein interdisziplinärer Zugang mit Beiträgen aus theologischer ebenso wie aus philosophischer und medienwissenschaftlicher Perspektive.

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Nach „Contritio. Annäherungen an Schuld, Scham und Reue“, gemeinsam mit Katharina Peetz herausgegeben, ist er der zweite von insgesamt drei Sammelbänden des DFG-Netzwerkes „Schuld ErTragen. Die Kirche und ihre Schuld“.